Rozmiar: 24633 bajtów
HomePatronGeschichteTheaterSchulreservatRedaktion


Unser Patron

Jan Henryk D±browski wurde 1755 in Pierzchowiec bei Krakau geboren. In der Heimat verbrachte er nur seine Kindheit und Jugend. Er erhielt eine gründliche Militärausbildung. 1771 ließ er sich freiwillig in die sächsische Armee anwerben. Bald wurde er zum Rittmeister der Königsarmee befördert. Er zeichnete sich durch solide Kenntnisse in der Kriegskunst aus.

1792 kehrte er heim, um die polnische Armee zu vergrößern. Bald wurde er zum Oberst und später zum Brigadier befördert. Zu seinen Aufgaben gehörte es, die Truppen der großpolnischen Kavallerie zu reorganisieren und zu verstärken. Nach dem Ende des Krieges gegen Russland, an dem er allerdings nicht teilnahm, organisierte er die Manöverübungen der I. großpolnischen Brigade. Nachdem die Preußen bei der zweiten Teilung Polens einmarschiert waren, leistete er militärischen Widerstand in Gniezno (Gnesen). Dann zog er sich in die Nähe der Hauptstadt zurück; er wollte die Truppen in die Umgebung Warschaus verschieben und das Zeughaus besetzen, um später einen Angriffskrieg gegen Preußen führen zu können. Als D±browski seinen Plan vorbereitete, dachte er, dass Russland neutral bliebe. Dies geschah aber nicht. Der russische Kommandeur Ingelstöm ließ bei Wola eine Batterie von 20 Kanonen aufstellen und verstärkte die Moskauer Garnison in der Stadt. D±browski musste also auf seine Pläne verzichten. Im April zog er sich nach Sandomierz (Sendomir) zurück. Im Einverständnis mit dem General Wodzicki kam er auf die Idee, die polnische Armee bei Krakau zu sammeln und sich mit ihren Resten in das revolutionäre Frankreich durchzuschlagen. D±browski hoffte, dass weder preußische noch österreichische Armeen im Stande wären, die Verwirklichung dieser Idee zu stören. Aber auch dieser Plan, nach Frankreich zu gelangen, blieb erfolglos. D±browski wolltedann die Reste der polnischen Armee retten, indem er bei der Militärkommission arbeitete.

D±browski nahm als Offizier am polnischen Aufstand 1794 teil. Er organisierte die Verteidigung der Hauptstadt vom Westen aus. Er fand dadurch Annerkennung von Ko¶ciuszko, der ihn zum General beförderte. D±browski zeichnete sich aus, als er den preußischen Angriff bei Pow±zki am 28. August 1794 abwehrte. Später, auf Befehl von Ko¶ciuszko, wurde er vor eine schwierige Aufgabe gestellt. Er sollte an der Spitze einer dreitausend Mann großen Truppe nach Großpolen durchschlagen, um dort die Aufständischen zu unterstützen. Trotz zehnfacher Überlegenheit waren die Preußen nicht im Stande ihn zu fangen. Seine Kampfhandlungen waren von großer Bedeutung, weil sie zur Entlastung von Warschau beitrugen.

Zwei Jahre später trug er zur Gründung der polnischen Legion unter französischem Komando bei. Am 9. Januar 1797 organisierte er in Oberitalien militärische Verbände von polnischen Freiwilligen zum Schutz der neugegründeten Lombardischen Republik. Nachdem alle Schwierigkeiten überwunden waren, wurde die polnische Legion ins Leben gerufen. Seit diesem Moment verband D±browski mit ihr sein Schicksal. Sein Ziel war es, mit Hilfe Frankreichs durch Kroatien und Ungarn in polnische Gebiete zu marschieren und sie zu befreien. Er stellte sogar Napoleon seine Pläne vor. In der Realität benutzte die Französische Republik die polnische Legion für eigene Zwecke und zwar in Napoleons Italienfeldzug. Die Legion zog aus der Lombardei nach Süden und bald marschierte sie in Rom ein. 1799 wurde sie zum Kampf mit österreichischen und russischen Truppen geschickt, die von der Alpenseite heranzogen. In Florenz übernahm D±browski das Kommando über eine polnisch-französische Division. Er bekam die Aufgabe durch die Apenninen zu ziehen. Er erfüllte sie und eröffnete auf diese Weise den französischen Hauptkräften den Weg in den Norden Polens. Im Juni 1799 nahm er an einer blutigen Schlacht an der Trebbia teil. Er bahnte sich den Weg mit dem Säbel zum Frieden, aber er bezahlte dabei einen hohen Preis. In der Schlacht wurde er verwundet. 1799 war Oberitalien wieder Schauplatz eines Krieges, in dem österreichische und russische Truppen die französischen Truppen aus Oberitalien vertrieben. Es folgten noch die Schlachten bei Acqui und Bosco. D±browski kämpfte immer in der ersten Reihe und ging mit dem guten Beispiel voran. Die Schlacht bei Novi im August beendete den Feldzug. Im Dezember begab sich D±browski nach Paris, wo er von Napoleon die Erlaubnis zur Reorganisation der Legion bekam. 1801 befehigte D±browski mehr als 10 000 polnische Soldaten. Im Februar 1801 kam es zum Frieden von Lunéville zwischen Frankreich und Österreich. Die polnischen Legionen wurden nach San Domingo geschickt. D±browski gelang es leider nicht das zu verhindern. Er konnte nur als Inspekteur der polnischen Armee über ihre Reste in Italien wachen. Nach mehreren Jahren brach ein neuer Krieg aus und Napoleon erinnerte sich wieder an D±browski.
Am 3. November 1806 entfachte D±browski den polnischen Aufstand gegen die preußische Herrschaft in Großpolen. Drei Tage später kam er in Poznañ (Posen) an, wo er an der Formierung neuer Truppen arbeitete. Bald übernahm er das Kommando über die dritte Legion und am 23. Februar 1807 eroberte er Tczew (Dirschau). Später gelangte er nach Gdañsk (Danzig) und nahm an der Belagerung der Stadt teil. Als nach dem Krieg die französische Führung Polen eine untergeordnete Rolle zuwies, hätte D±browski beinahe sein Kommando verloren. 1809 veränderte sich die Lage durch den Ausbruch des Krieges. D±browski arbeitete an der Verstärkung der polnischen Armee und nahm an der ersten Angriffsetappe auf Galizien teil. Später gelangte er nach Großpolen, wo er an der Spitze der improvisierten Streitkräfte die feindliche Armee verfolgte, die sich zurückzog. Bei Krakau verband er sich mit der Armee, über die der Fürst Poniatowski das Kommando führte und die im Triumph in Warschau einmarschierte. Während des Feldzugs 1812 übernahm D±browski das Kommando über eine Division und wurde während der Absetzbewegung verwundet. Trotzdem konnte er auch an weiteren Schlachten teilnehmen, u. a. an der Völkerschlacht bei Leipzig. Ein Jahr später versuchte er die Polen zum Kampf zu organisieren, er selbst aber konnte nicht mehr kämpfen.
Jan Henryk D±browski ist am 6. Juni 1818 auf seinem Landgut in Winnogóra (bei Posen) gestorben.


© 2001-2005 Zespó³ Szkó³ w S³awnie im. J. H. D±browskiego | Contact